Warum Worte wichtig sind

Aber man versteht doch, wie's gemeint ist – oder?

Wenn man Glück hat. Es gibt wenig, was missverständlicher sein kann als das geschriebene bzw. gelesene Wort. In diversen Online-Diskussionsforen und Social Networks kann man sich ein Bild davon machen, wie schnell eine Situation eskalieren oder zu Verwirrung führen kann, weil Teilnehmer "schreiben, wie sie sprechen". Nie zuvor war die schriftliche Kommunikation so allgegenwärtig wie heute. Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, Kulturen und Altersgruppen treten über Chatrooms, in Foren, über SMS oder per E-Mail miteinander in Verbindung. Da sind Missverständnisse an der Tagesordnung.

Texte müssen daher nicht nur orthografisch und grammatikalisch auf einem zumindest erträglichen Niveau sein – sie müssen auch die richtige Botschaft an den Empfänger übermitteln. Reine Information muss allgemein verständlich und angenehm lesbar formuliert werden, Werbetexte müssen "knackig" klingen und ein Interesse wecken.

Auch die Suchmaschinen lesen Texte

Im Internet lesen nicht nur Menschen Ihre Texte, sondern auch kleine Softwareprogramme. Sie sind im Auftrag der großen Suchmaschinen wie Google unterwegs. Sie interessieren sich zwar kein Stück für Lyrik oder Prosa, aber sie rechnen zusammen, wie oft und an welchen Stellen bestimmte Worte vorhanden sind. Daraus ermitteln diese Maschinchen dann, ob ein Text zu einem gesuchten Thema passt oder nicht. Daher stellen Webtexte besonders hohe Anforderungen an den Texter: Sie müssen für den menschlichen Leser verständlich formuliert sein, aber den Suchmaschinen dennoch Futter geben. Was meinen Sie denn, warum ich mich hier um Kopf und Kragen schreibe?

Ich habe Erfahrungen sowohl im Werbetextbereich, aber auch als Moderator in einem der größten Diskussionsforen Deutschlands sowie in der Suchmaschinenoptimierung. Dadurch habe ich ein Gespür für ausgewogene Webtexte entwickelt, die sowohl verständlich und informativ sind, aber auch den Ansprüchen der Suchmaschinen genügen.

Gern überarbeite ich Ihre Texte für Web oder Print oder erstelle Ihnen ein komplettes Textkonzept.

Was sollte man bei Webtexten vermeiden?

Im Folgenden eine kleine Auswahl an typischen und immer noch weit verbreiteten Anfängerfehlern oder einem zumindest unvorteilhaften Umgang mit Worten.

1. Der Frager, der selbst antwortet

Sie suchen einen fähigen Webdesigner?
Sie suchen einen kompetenten Ansprechpartner, der Sie ins Internet bringt?
Dann sind bei mir an der richtigen Adresse!

Immer wieder gern genommene Begrüßungsformel auf Startseiten und nicht totzukriegen. Stellen Sie den Leuten keine rethorischen Fragen. Die wissen selbst, was sie suchen. Behaupten Sie nicht, dass Sie kompetent sind, sondern beweisen Sie es durch kluge Inhalte. Vermeiden Sie Phrasendrescherei und Reklameslogans. Streng genommen ist es in Zeiten von Social Networking und den dazugehörigen Bewertungsplattformen ohnehin besser, Sie überlassen ihren Kunden die Beurteilung Ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten.

2. Der Zitierer

"Nachts, wenn alle Türen traurig sind, weiß der Mond, warum er leuchtet"

Im Grunde spricht nichts dagegen, seine Website mit aufmunternden Weisheiten berühmter Denker und Dichter zu würzen. Dadurch wird eine persönlichere, tiefere Ebene angesprochen, was in einigen Berufszweigen durchaus gewünscht sein kann. Darin liegt aber auch ein wenig das Problem.

Oft wollen Kunden, dass ihre Website optisch und inhaltlich ihre eigene Persönlichkeit widerspiegelt. Rein geschäftlich ist das nicht immer eine schlaue Entscheidung: Sie erreichen damit im Zweifelsfall nur einen Personenkreis, der Ihre persönlichen Vorlieben teilt. Wer also eine möglichst große Personengruppe erreichen möchte, sollte seinen Content auf sachliche Infos reduzieren. Ein bisschen Personality schadet nicht, aber der Sprung in ein Klischee ist klein.

Und natürlich sollte man aufpassen, wen man auf seiner Website zitiert, denn auch Zitate unterliegen dem Urheberrecht. Es gab da durchaus schon spektakuläre Rechtsfälle. 

3. Der Betoner

Daher sollten Sie auf GAR KEINEN FALL den Treppenlift benutzen, wenn er nicht technisch geprüft wurde, Es bestehen ERNSTE Gefahren für Ihre Gesundheit !!!!!!!!!

Ohne Worte. Es gibt Fälle, da sieht man schon an der Textformatierung, dass jemand eine Spaßbremse ist.

Es ist durchaus legitim (und auch von Suchmaschinen erwünscht), einzelne, für den Inhalt relevante Begriffe hervorzuheben. Wenn es allerdings nach erhobenem Zeigefinger in der Bleiwüste aussieht, ist es definitiv zuviel. Textformatierungen sollten immer mit Vorsicht genossen werden.

4. Die dritte Person

Der Flamencogitarrist Jorge Manzinger wurde 1986 in Erlangen als Sohn einer brasilianischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. Im Alter von vier bekam er seine erste Gitarre. Heute steht er mit etablierten Größen der Flamencoszene auf der Bühne

Findet man heutzutage glücklicherweise fast nur noch auf älteren Webseiten, von denen es allerdings noch immer eine Menge gibt: Dass die Betreiber der Website über sich selbst in der dritten Person schreiben. Als wäre die Website ein neutrales Informationsmedium.  Das ist natürlich völlig out. Twitter und facebook haben längst dafür gesorgt, dass solche Distanzierungen der Vergangenheit angehören und Nutzer auf möglichst persönlicher und direkter Ebene miteinander kommunizieren.

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